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Hightech - Allroundlader SMC Powercharge

by Michael Goldschmidt 3.01

Ladegeräte gibt es wie Sand am Meer, nur welches ist wirklich optimal für viele Anwendungen? Die meisten Hersteller von UW-Lampen warnen vor der Verwendung eines anderen Laders als dem zur Lampe verkauften Gerät. Leider versteckt sich aber im teuren Ladegerät nicht selten ein billiges Massenprodukt, das so garnicht zum Bild der teuren Lampe passt. Mit dem SMC Powercharge, entwickelt von Jürgen Büttner / Bluetronic, kann man getrost die meisten Akkus regenerieren, die zwischen 0,5 und 10 Ah bei 4,8 - 14,4 V Leistung liegen, egal ob NiCd oder NiMH.

Wann kann die Frage zum Erwerb eines leistungsfähigen Ladegeräts auf Sie zukommen? Um eine Vielzahl unterschiedlicher Ladegeräte auf ein gemeinsames System zusammenzuführen (Fernreisen, Tauchbasen), ein defektes Ladegerät zu ersetzen oder um einen Normalllader gegen einen leistungsfähigen Schnelllader zu wechseln. In allen Fällen ist man mit dem SMC Powercharge bei weltweitem Einsatz gut beraten.

Allgemeines

Das SMC topcharge ist ein intelligentes computergesteuertes Ladegerät. Der Einsatz von SMC (Switched Mode Controll) Technologie erlaubt höchste Ladeleistung bei geringsten Abmessungen. Das Ladegerät ist für NiCd als auch für NiMH gleichermaßen geeignet. Nach dem Anschließen eines Akkus erkennt das Ladegerät automatisch den Ladezustand und lädt im Falle eines tiefentladenen oder völlig neuen (unformatierten) Akkus auf schonende Weise. Nach dem Erreichen eines bestimmten Ladezustandes wird die Schnellladung zugeschaltet. Zwei unabhängige Kriterien zur Erkennung der Volladung ( -dV und d²V/dt²) sorgen für eine sichere Abschaltung und Umschaltung auf Ladeerhaltung (siehe Grafik). Eine Temperaturüberwachung sowie eine Zeitsteuerung kann durch die beiden unabhängig arbeitenden Ladeenderkennungsmethoden entfallen. Die Akkus können im beliebigen Ladezustand geladen werden. Ein vorangehendes Entladen bis zur Entladeschlussspannung kann entfallen. Der bekannte Memory Effekt wird mittels Pulsladung minimiert. Das Ladegerät ist kurzschlussfest, verpolungssicher und erlaubt das Laden von 4 bis 12 Zellen (umschaltbar von 4-7 und 8-12). Das Umschalten auf die beiden Spannungsbereiche hat den Vorteil, dass die interne Messung sehr genau arbeiten kann. Dies garantiert wiederum ein sehr sicheres Abschalten des Schnellladevorgangs. Zudem kann der Ladestrom mittels eines Drehschalters eingestellt werden: 0,8 A, 1,3 A, 1,8 A und 2,5 A. Der Ladezustand wird mittels 4 LEDs angezeigt.

Das Ladekabel ist steckbar ausgeführt und kann somit für unterschiedliche Anwendungen schnell gewechselt werden. Der Netzspannungsbereich deckt die Spannungen von 100 bis 240 Volt ab.

Die Vorteile des Laders haben neben DEV Pein bereits auch MB Sub, Sealux und Hugyfot erkannt. Während man bei DEV Pein eine für viele Produkte geeignete Lösung anbietet, ist das bei den anderen Firmen vertriebene Gerät mit deren speziellen Ladesteckern ausgestattet.

Details

Die Einstellung der Zellenzahl bzw. des Ladestroms erfolgt über den Drehschalter an der Vorderseite des Laders. Der Drehschalter besitzt dafür 10 Schaltstellungen 0 -9. Zwei Schalterstellungen bleiben ungenutzt, Schalterstellung 8 und 9 sind nicht belegt. Allerdings ist die Markierung der Zahlen am Schalter so klein geraten, dass man ohne Hilfe einer Lupe den entsprechend notwendigen Wert nicht einstellen kann. Nach Rücksprache mit Jürgen Büttner / Bluetronic wird eine Empfehlung von UWW übernommen werden, und an zukünftigen Ladegeräten findet sich eine deutliche Gravur der Einstellwerte rund um den Schalter auf dem Gehäuse.

Eine Einstellung auf unterschiedliche Netzspannungen ist nicht erforderlich, das Ladegerät stellt sich automatisch auf die entsprechende Netzspannung ein (100VAC - 250 VAC 50/60Hz).

Anmerkung: Auf dem Ladegerät befindet sich ein Aufdruck mit einer Erklärung aller Schalterpositionen

Die Funktionen des Laders

Laden

Nach dem korrekten Anschließen des Akkus blinkt die grüne LED (Nr.1) und signalisiert den normalen Ladeprozess.

Schlussladung (top off)

Der Lader hat 90% der Gesamtladung des Akkus erkannt und schaltet auf Schonladung. Eine Volladung wird jetzt in ca. 20 Minuten erreicht. Mit der Schonladung schaltet sich die grüne LED Nr. 2 zu und zeigt jetzt zusammen mit der grünen LED Nr.1 Dauerlicht.

Anmerkung: Dieser Ladezustand wird nicht immer erkannt. Die Erkennung ist abhängig von der Kapazität des Akkus, vom Alter des Akkus und auch von der Umgebungstemperatur. Wird dieser Ladezustand vom Ladecomputer nicht erkannt so wird in jedem Fall die Volladung erkannt.

Ladeerhaltung

Nach dem Erkennen der Volladung schaltet der Lader auf Ladeerhaltung. In diesem Zustand kann der Akku am Lader verbleiben. Die grüne LED Nr.1 zeigt Dauerlicht.

Verpolung

Bei Verpolung leuchtet die rote LED Nr 3. Eine Korrektur erfolgt durch Vertauschen der Adern des Ladekabels. Eine Gefahr für den Lader besteht nicht.

Fehler

Der Computer des Laders hat einen Fehler am angeschlossenen Akku erkannt. Hierbei kann es sich um einen Kurzschluss des Akkus, eine defekte Akkuzelle oder aber einen Kurzschluss im Ladekabel bzw. Stecker handeln. Es blinkt die rote LED Nr.4. Es besteht keine Gefahr für den Lader, der Akku sollte aber vom Lader getrennt werden.

Verhalten des Laders bei Fehlbedienung

Wird ein Akku mit z.B. 12 Zellen z.B. bei Schalterstellung 1 angeschlossen, leuchtet entweder die grüne LED Nr.1 sofort mit Dauerlicht oder es blinkt die rote LED Nr.4 (Fehler). Im umgekehrten Fall, wenn ein Akku mit z.B. 5 Zellen bei Schalterstellung z.B. 4 angeschlossen wird blinkt die grüne LED Nr.1 sofort nach dem Anschließen, nach ca. 10 Minuten blinkt die rote LED Nr.4 (Fehler). In beiden Fällen besteht keine Gefahr für den Lader oder den angeschlossenen Akku.

Fazit

Mit dem SMC Powercharge ist es möglich eine Vielzahl unterschieldlicher Akkupakete weltweit schnell und schonend zu regenerieren. Die sich ergänzenden Abfragen zur Abschaltung beim Erreichen der Ladeschlussspannung sind besonders wirkungsvoll. Dieser Ladecomputer ist kein Billigprodukt, so soviel sollten einem die teuren Akkus und die sichere Funktion der damit bestückten Anlagen beim Tauchgang allemal wert sein.

Fakten

Akkus: NiCd 0,5 - 10 Ah , NiMH 0,5 - 10 Ah
Netzspannungsbereich: 100 - 250 Volt, 47-63 Hz (kein Umschalten)
Ladebereich: 4 - 7 und 8 - 12 Zellen (4,8V - 8,4V und 9,6 V - 14,4V), umschaltbar
Ladestrom: 0,8 - 1,3 - 1,8 - 2,5 A, einstellbar
Anzeigen mittels 4 LEDs: Ladeanzeige, Schlussladeanzeige, Ladeendanzeige, Fehleranzeige, Verpolungsanzeige
Kriterien zur Ladeendeerkennung: -dV und d²V/dt² (Wendepunkt und „minus delta U“)
Gehäuse Abmessungen L, B, H: 120 x 65 x 40 mm  
Ladekabel: Steckbar, somit für beliebige Anwendungen schnell anpassbar
Mittlere Ladezeiten: 3 Ah 1,5 Std:, 7 Ah 3 Std.
Preis: ca. € 205