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by Michael Goldschmidt 9.00

Kein Produkt von der “Stange”, sondern eine lang überdachte Konstruktion stellt die Mino 35 aus dem Hause d`Light dar. Viele Stunden Entwicklungsarbeit verstecken sich in dem schlicht wirkenden Produkt, das durch Understatement glänzt. Und weil man nicht hineinsehen kann, muss man sich von den Fakten überzeugen lassen. Das hat UnterWasserWelt ausführlich getan.

Kompakt, robust und Zuverlässigkeit geradezu ausstrahlend, so liegt der silberne Stab in der Hand. Unwillkürlich vergleicht man die Mino 35 mit der bereits legendären MAG-LITE aus Kalifornien, der Heavy Duty Handlampe der amerikanischen Polizei. Und nicht unähnlich sind die Dimensionen der Mino 35 und der MAG-LITE mittlerer Größe. Allerdings kann sich die MAG-LITE angesichts der elektronischen Features und der Akkuausstattung, bis hin zur Lichtausbeute, im Vergleich nicht halten, da bleibt sie schon rasch auf der Strecke und muss der Mino 35 das Feld überlassen.

Um nur als Reservelicht bezeichnet zu werden, dafür hat die Mino 35 viel zu viele Vorteile auf der Hand. In Abhängigkeit der Sichtweiten kann sie aber auch als vollwertige Lampe für den Nachttauchgang Verwendung finden. Als immer am Jacket mitgeführte Lampe dürfte sie im täglichen Tauchbetrieb - auch auf Tauchbasen - eine gute Figur machen.

Aus Aluminium gefertigt, mit einer griffigen Oberfläche versehen, so präsentiert sich das aufwendig bearbeitete Lampenrohr. Der direkte Zugang zu Elektronik und Akkus ist nicht möglich und genau genommen auch nicht notwendig. Öffnen lassen sich der Reflektorkopf (Gewinde) - mit Zugang zu einer Ladeschutzsicherung und einer grünen LED (Anzeige der vollständigen Ladung über Temperaturfühler gemessen) und das Rückdeckelmodul, das zugleich Drehschalter, Transportsicherung und Ladebuchsenröffnung beinhaltet. Doch bleiben wir zunächst beim Lampenkopf. Die drei schwarzen Dekor-Gummiringe lassen sich gegen farbige Ringe tauschen, so dass besonders beim Betrieb auf Tauchbasen die Unterscheidung der einzelnen Lampen einfach möglich ist. Der Reflektor ist in einer Federhalterung fixiert und schnell gegen eine Version mit alternativem Abstrahlwinkel zu tauschen (10°, 20°, 30° lieferbar). Interessant ist die Möglichkeit Filter mit einem Gewinde M39 vor dem Borosilikat - Lampenglas einzuschrauben. Dafür muss nur mit dem mitgelieferten Spezialwerkzeug der vorhandene Aluring gelöst werden. Filmer und Fotografen werden dieses Ausstattungsmerkmal besonders schätzen, können so doch Models im Bild auf einfache Weise mit einer effektvollen Lichtquelle ausgerüstet werden!

Auch das Schaltmodul zeigt, dass hier sehr viele Stunden am Layout gearbeitet wurde. Im normalen Betriebszustand wird über das drehbar gelagerte Modul, das den gesamten Lampenumfang umfaßt, die Leuchte über eine Schaltstufe in Betrieb gesetzt (ohne Durchführung). Das gelingt auch mit dicksten Handschuhen völlig problemlos. Zum belüfteten Laden muss nur der Deckel mit integierter drehbarer Öse (Leinensicherung) entfernt werden. Als Transportsicherung schließlich - obwohl diese ansich durch das Konstruktionsprinzip des Drehschalters kaum mehr notwendig wäre, zieht man bei geöffneter Ladebuchse die Schalthülse ab und setzt diese um 180° gewendet wieder auf. Der Deckel der Ladebuchse arretiert schließlich alles.

Unsichtbar ist das Akkupaket aus 6 NiMH-Zellen (7,2V/4Ah), die so durch Überspannung die Brenner mit fast 50% mehr Helligkeit ausstatten. Trotzdem wird durch die Lampenelektronik eine Brenner - Lebensdauer von 700 Stunden avisiert. Zum Schutz der Zellen wird mit dem Erreichen von 5,8V (pro Zelle 0,85 V) die Abschaltung ( Tiefentladeschutz) eingeleitet, die durch ein “Softout” innerhalb von Sekunden herunterfährt. Die Ladung erfolgt temperaturüberwacht, bei + 50° C erfolgt die Abschaltung. Die Ladezeit ist auf 5 Stunden ausgelegt, mit einem optionalen Schnelllader ist diese bereits nach einer Stunde abgeschlossen. Die Brenndauer mit einem 20W-Brenner (Lichtleistung etwa wie 35W) wurde mit 55 Minuten ermittelt. Als Charger fungiert ein ANSMANN-Steckerladegeät, dessen Ladestecker speziell für den verpolungssicheren Anschluss an die Mino 35 modifiziert wurde.
 
Fazit

Eine robuste Allround-Lampe für den täglichen Tauchbetrieb mit ausgeklügelter Technik in allen Bereichen, so kann man die Mino 35 beschreiben. Lichtstark und zuverlässig, reisefreundlich, handlich und auch für kleinere Hände geeignet, als Modellampe prädestiniert durch das Filtergewinde, bietet sie eine Reihe von Merkmalen, die in Produkten des Wettbewerbs nicht zu finden sind. Eine echte d`Light eben.
 
Neu zur Euro Diving wurden Modifikationen vorgestellt, die die zusätzlich erhältliche MINO 35 Typ II charakterisiert. Zunächst besticht die Ladezustandsanzeige im Schaltmodul, die durch grünes Dauer- bzw Blinklicht und durch ein rotes Licht die entsprechend zugeordneten Akkuvorräte signalisiert. Neu ist auch der 1-Chip Computer auf PIK-Basis, Anlaufstromregelung und ein optimiertes Strahlungssystem (Reflektor). Zudem ist der Brennerraum seperat gedichtet. Durch kombinierte

Ladetechnik ist die Mino II auch schnellladetauglich und direkt über ein KFZ-Ladekabel regenerierbar. Preis ca. € 235,50

Fakten

Typ: d`Ligt Mino 35 Typ I
Gehäuse: Alurohr
Akku: NiMH 7,2V/4Ah
Brenner: 6V 10/20W
Reflektor: 10°, 20°, 30°
Schalter: Drehschalter, Reedkontakt
Elektronik: Tiefentladeschutz, Ladeschutz- und Lampenelektronik
Ladegerät: Steckerlader 240V
Tauchtiefe: 100 Meter
Maße: L 245 mm, Durchmesser 43mm
Gewicht: 700 g
Abtrieb: 430 g
Preis: ca. € 219
Preis Standard-Lader: ca. € 45
Info: d`Light  www.dlight.de
d`Light-UW Lichttechnik, Schulstr. 38
D-83527 Haag i.Obb.
Tel/Fax (0049) 08072-1578