history_07_headbanner_02
Home Ausrüstung Oceanic Maske Lite Vision

 

UnterWasserWelt.de >>> weiter zum aktuellen Online - Magazin

 

Mail an die Redaktion

 

© UnterWasserWelt 1999 / 2007  all rights reserved

Fakten

Hersteller: OCEANIC
Produktname: Lite Vision
Gläser: 3
Material: Cristalcear Silikon, hautfreundlich, Rahmen aus Kunststoff
Farben: Rahmen schwarz oder transparent blau
Lichtquelle: 3 Leuchtdioden grün mit Linsenmodul, Dauerlicht oder Blinksignal
Batterien: 4x Knopfzelle LR-44
Leuchtzeit Dauerbetrieb: ca. 10 Stunden
Leuchtkreis bei 60 cm: etwa 20 cm
Gewicht:
Zubehör (mitgeliefert): Gepolsterte Transporttasche mit RV und Netzeinsatz
Preis: ca. € 102
Vertrieb: Fachhandel

by Michael Goldschmidt 7.00

Neues Design, bessere Passform, größeres Gesichtsfeld und kleineres Innenvolumen, das sind die Entwicklungsziele der modernen Tauchmaskengenerationen. OCEANIC geht da noch einen Schritt weiter. Mit der Lite Vision kommt die erste Serienmaske auf den Markt, in deren Rahmen eine Beleuchtung integriert ist. Auf den ersten Blick eine Spielerei für die einen, nützliche Entwicklung für die anderen. UnterWasserWelt hat die Lite Vision getestet.

Ausgeliefert in einer weich gepolsterten, schwarzen Tasche kommt die neue Lite Vision in den Handel. Derart verpackt hat die Maske beim Transport stets einen sicheren Platz zwischen den anderen Utensilien in der Tauchtasche.

Der Maskenkörper ist aus transparentem Silikon gegossen. In einen glasklaren Rahmen sind drei Gläser eingesetzt, so dass unter Wasser auch seitlich eine weite Panoramasicht ermöglicht wird, die selbst in den Ecken einen nahezu klaren Durchblick zulässt. Drehbar ist die Schnellverstellung des Maskenbands.

An der Maskenoberseite, verbunden mit dem schwarzen Dekorrahmen, hebt sich das „Herzstück“ der Lite Vision ab, die mit drei grünen Leuchtdioden bestückte Lichtquelle. Nur knapp 14 Millimeter reckt sich das Lichtmodul über den Rahmen, dessen maximale Breite 45 Millimeter misst, bei einer Tiefe von 30 Millimetern. Auf kleinstem Raum finden 4 Batterien, Knopfzellen der Größe LR-44, die Leuchtdioden und ein kleines Elektronikmodul ihren Platz. Abgedeckt ist alles mit einer transparenten Haube, in der sich auch der Druckschalter zur Aktivierung der Lichtquelle befindet. Zum Einschalten muss man in kurzem Abstand zweimal drücken, ein weiteres Mal um die Blinkfunktion zu aktivieren. Somit ist gewährleistet, dass das Maskenlicht nicht unbeabsichtigt aktiviert wird (Anstoßen beim Tauchgang oder Transport). Die Leuchtdioden sind in einem linsenartig geformten Plexiglasröhrchen eingesetzt, das das Licht bündelt und so die Wirkung verstärkt. Bis etwa 1500 Meter Entfernung kann ein an der Oberfläche treibender Taucher nachts mit Hilfe der blinkenden Dioden ausgemacht werden. Rund 10.000 Stunden, so verspricht der Hersteller, halten die Dioden, also weit über die Lebenserwartung einer – selbst gut gepflegten – Maske hinaus. Etwa 10 Stunden reicht ein Batteriesatz bei Dauerbetrieb.

Die Miniaturisierung zieht natürlich auch filigrane Arbeitsweisen beim Batteriewechsel oder der O-Ring-Pflege nach sich. Um die Haube der Lichtquelle abzunehmen, benötigt man einen kleinen Kreuzschlitz-Schraubendreher, wie ihn Uhrmacher benutzen. Damit können die beiden Verschlussschrauben gelöst werden. Doch vorsichtig hantieren, die Schrauben sind nicht gegen Verlust gesichert! Der O-Ring sitzt in einer Nut im Boden der Einheit. Dessen Kontrolle und die Überprüfung der Nut auf Schmutzpartikel erledigt man am besten mit Hilfe einer Lupe. Grundsätzlich empfehlen wir Pflegemaßnahmen und Batteriewechsel an einem hellen und sauberen Arbeitsplatz vorzunehmen.

Einsatz

Zunächst fällt die gute Passform auf, der Nasenerker ist für den Druckausgleich gut zu fassen. Obwohl es sich um eine Dreiglas-Maske handelt, ist das Innenvolumen akzeptabel.
 
 
 Als zweites besticht das weite Gesichtsfeld, das seitlich die Orientierung auch nach oben und unten erlaubt. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht natürlich die Lichtquelle der Lite Vision. Zweimal deutlich gedrückt und die Dioden schicken einen Lichtkreis auf den Weg, der in Blickrichtung des Tauchers mittig ausgerichtet in gut 60 cm Entfernung einen Durchmesser von rund 20 cm entwirft. Die Helligkeit ist ausreichend, um in Grotten oder beim Nachttauchgang – passable Sichtverhältnisse vorausgesetzt – auf diese Distanz Details sichtbar zu machen. Natürlich können auch die Instrumente derart beleuchtet und abgelesen werden. Allerdings muss man hierfür den Kopf deutlich senken, da der Leuchtwinkel auf weiter entfernt liegende Betrachtungspunkte ausgelegt ist. Unseren Erfahrungen nach ist die Lite Vision in klaren Gewässern bis etwa 1 Meter Beleuchtungsentfernung verwendbar, doch darf man das nicht mit einer Taucherhandlampe gleichsetzen, dafür ist die Lichtquelle auch nicht konzipiert. Angenehm ist beim Nachttauchgang die Markierung des Partners, der somit auch lokalisierbar ist, wenn dessen Lichtquelle abgeschaltet wurde. Muss man nach dem Tauchgang zurück ins Boot, hat man beide Hände frei zur Beleuchtung der nächsten Umgebung, eventuell auch zum Festhalten an einer Strömungsleine oder Bootsleiter. Außerdem ist man für die Besatzung stets auszumachen. Um bei größerer Distanz zum Ufer oder Boot auf sich aufmerksam zu machen, ist die weithin sichtbare Blinkfunktion eine gute Lösung.

Fazit

Eine Lichtquelle, integriert in eine Maske, steigert grundsätzlich die Sicherheit beim Tauchen. Als Notreserve, Markierung (über wie unter Wasser) oder Beleuchtung auf kurze Distanz kann das Lichtmodul der Lite Vision gut verwendet werden. Das elegante Design erlaubt sogar ein Model mit dieser Maske auszustatten, die zudem ein weites Gesichtsfeld bietet. Ausstattung und Verarbeitung zeigen sich insgesamt auf höchstem Niveau. Der empfohlene Verkaufspreis von 199 Mark (Euro 100,22) liegt nur wenig über den marktüblichen Preisen hochwertiger Dreiglasmasken.